Monatsarchiv für November 2006


 Leipzig Mühlstrasse Solo vs Axel Rapp 11.11.2006

Oh ja, die Liedermacherei. In der Mühlstrasse erwarten mich ein klassisches Jugendzentrum und Axel Rapp – Sänger von EINZELKIND – mit dem ich den heutigen Abend bestreiten darf. Zu Beginn spiele ich etwa eine halbe Stunde und teste einige neue Lieder. „Was bleibt“ könnt Ihr unter Media anschauen und hören. Leider fehlt der Anfang. Dann kommt Axel mit seiner unvergleichlichen Art zu singen und zu texten. Im Anschluss teilen wir uns die Bühne und werfen uns die Bälle zu. Wunderbar, dass unsere Lieder ähnlich einfach gelagert sind und wir uns spontan gegenseitig begleiten können. Es ist schon abgefahren, mit jemandem vor Publikum zu musizieren, den man eben erst kennengelernt und Stücke zu spielen, die man noch nie gehört hat. Natürlich covern wir auch kräftig, aber die eigenen Songs bleiben das Besondere.

Danach geht es ab in meinen Leipziger Lieblingsclub „Ilses Erika“ zu Al DeLoner, der heute mit Band gastiert. Eine Gänsehaut jagt die nächste. Welche Hingabe, was für Songs! Zur Zugabe darf ich auf die Bühne und wir spielen unser gemeinsames Stück, von dem noch keiner weiß, wie es mal heißen wird. Spätestens zum Weihnachtskonzert sollten wir dem Kind einen Namen geben.

Morgen findet das Abenteuer Liedermacherei in Römhild – dort haben wir mit der Anger 77 Urbesetzung vor ungefähr tausend Jahren im Dorfsaal für etwa zwei Besucher („Könnt Ihr auch AC/DC?“) gespielt – für dieses Jahr sein Ende. Ich freue mich besonders auf Manfred Maurenbrecher, von dem es immer was zu lernen gibt und natürlich darauf, neue Lieder zu probieren.

Bis gleich

Andreas

PS.: Der Typ mit Hut und Sonnenbrille ist Al, der andere Axel.

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 Bad Frankenhausen Panorama Museum

Anger 77 im Museum. Wurde ja langsam mal Zeit. Bedaure zum ersten Mal in meinem Leben, nicht darüber nachgedacht zu haben, in der DDR Kunst zu studieren.  Dafür lasse ich die Brille beim Konzert auf der Nase. Was Werner Tübke hier im Auftrag der damaligen Partei der Arbeiterklasse auf die Beine gestellt hat, ist wirklich gigantisch und einen Besuch wert. Allein die Aussicht ins Kyffhäuser-Land lohnt sich. Würde gern wissen, was die STASI sich bei all dem gedacht hat.

Wir spielen leider nur im Foyer, was uns aber die Chance gibt, mal wieder das „Allein Im Flugzeug“-Cover (Media) nachzustellen. Wir erfahren aus der Veranstalterinfo, dass unsere Musik Biss hat und wir heute von Spejbl und Hurvinek begleitet werden. Was will man mehr.

Die Show selbst ist durchwachsen, da wir zum ersten Mal das Modell „Kocher spielt E-Gitarre zu meiner Wanderklampfe“ testen und die Lieder etwas zu sehr an die Bandversionen angelehnt sind. In der zweiten Runde (Jaja, so läuft das hier!) wird es besser. „Angst“ wächst gigantisch und unsere beiden neuen Lieder funktionieren auch ohne festen Text wunderbar.

Danach geben wir uns völlig der Kultur hin. Ich bin verwirrt von den überlebensgroßen Porträts alter Menschen und kompensiere meine Unsicherheit, indem ich das Rauchverbot im Aufenthaltsraum (backstage?) ignoriere und die Sensibilität der Feuermelder teste. Nichts passiert. Als wir schließlich nach Hause fahren, haben wir ein neues Ausflugsziel für die Familie entdeckt.

Bis gleich

Andreas

PS.: Fotos konnten wir selbst leider nur vom Drumherum machen. Ich hoffe, dass wir bald Bilder vom Foyer-Konzert nachreichen können. Es haben auf jede Fall genug Leute geknipst.

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