Monatsarchiv für Dezember 2006


 Heimspiel in strahlendem Lichterglanz

Erfurt feiert Weihnachten mit Musik der Rockband Anger 77
von Steffen Könau, 27.12.06, Mitteldeutsche Zeitung

Erfurt/MZ/stk. Gemeinhin ist es der wunderbare Erfurter Weihnachtsmarkt, der Touristen im Dezember in die Thüringer Landeshauptstadt zieht. Seit neun Jahren aber hat die Stadt eine laute Attraktion in der stillen Zeit: Das Weihnachtskonzert der Rockband Anger 77, das stets illustre Gäste im Lichterglanz versammelt.

Mit den blutjungen Lokalmatadoren Jack in the Box, dem norwegischen Ex-Midnight-Choir-Chef Al Deloner und der Leipziger Darkrock-Legende Die Art lud sich das Anger-Kreativduo Andreas Siegmund/René Koch wie üblich gute Freunde ein. Jack in the Box, angeführt von den charismatischen Zwillingen Christian (voc) und Matthias Wagner (dr), proben in dem Raum, in dem Anger 77 vor 16 Jahren ihre ersten Akkorde schrubbten. Deloner hat sein aktuelles Album in Erfurt eingespielt und angefangen, gemeinsam mit Siegmund Songs zu schreiben. Und Die Art „sind immer Helden für uns gewesen“, beschreibt Siegmund.

Im proppevollen Gewerkschaftshaus rocken aber zuerst einmal Jack in the Box, gegen die Tokio Hotel wie lendenlahme Greise wirken. Sänger Christian Wagner ist eine Mischung aus David Bowie und Iggy Pop, er wirft sich auf den Boden und singt Songs wie „My Create“ mit erstaunlich reifer Stimme.

Die Art nehmen Tempo weg. Kult-Sänger Makarios brummt seine sterbensschönen Stories ergreifend, Gitarrist Thomas Gumprecht assistiert routiniert wie in den großen Tagen Mitte der 90er Jahre.

Die Gastgeber haben danach leichtes Spiel. Anger 77 starten mit ihrem Klassiker „So jung und schon am Ende“, fegen durch ihren Hit „Vielleicht“ und beschwören den „Engel“ und schon steht der Saal kopf. Alles tanzt, alles singt. Ein Heimspiel. Zwei Stunden, 20Songs und einen Duett-Block mit Al Deloner später endet das neunte Anger 77-Weihnachtskonzert mit Bowies „Heroes“, gesungen von Siegmund, Wagner und Deloner. Der Applaus danach muss bis hinüber zum Weihnachtsmarkt zu hören gewesen sein.

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 Morgen danach/Weihnachtskonzert am 23.12.06

Was soll ich zu diesem perfekten Abend schreiben? Volle Hütte, super Stimmung bis spät in die Nacht. Vielen Dank allen Beteiligten.

JACK IN THE BOX eröffenen mit einem gelungenen Konzert. DIE ART/lounge spielen in dieser Duo-Besetzung (MAKARIOS/GUMPRECHT) zum ersten Mal auf großer Bühne und überzeugen auf ganzer Linie.

Danach entern wir die Bühne und feiern zweieinhalb Stunden lang ein gigantisches Fest. Egal ob wir ganz alte Lieder hervorkramen oder gerade geschriebene spielen, alles läuft wie von selber…

Ein Höhepunkt ist für mich, als wir unseren norwegischen Freund AL DELONER bei zwei seiner Songs begleiten und unser gemeinsames Stück spielen, was immer noch keinen Namen, aber immerhin schon zwei Strophen hat. Das lässt hoffen.

Auch sehr schön, als plötzlich UDO LINDENBERG alias ACHIM auf der Bühne steht und die Heizer rocken und rollen läßt.

Am Ende das obligatorische „WETTEN-DASS-FINALE“ mit allen Beteiligten in Form von BOWIES „HEROES“. Wenn das ganze Name-Dropping jetzt so klingt, als hätten wir nichts Eigenes gespielt: Es waren am Ende 27,5 ANGER-Lieder.

Ein wunderschöner Abend, an dem alle glücklich zu sein scheinen, endet für mich gegen 05.00 Uhr im Taxi von der After-Show-Party im Museumskeller.

Einen guten Rutsch und viel Freude im neuen Jahr.

Bis gleich

Andreas

PS.: Es stehen bereits einige Fotos vom Abend in der Galerie. Der Herr in weißem Hemd und Jacket ist MAKARIOS, der mit Hut AL. Alle, die jünger als 30 aussehen gehören zu JACK IN THE BOX. Wir würden gern noch mehr Bilder reinstellen, es waren ja genügend Fotografen da. Also bitte schickt uns Material zum Veröffentlichen.

Danke.

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 Gewinnspiel zum Weihnachtskonzert

Banner zum Gewinnspiel

So, die Umfrage ist beendet! Die Songs, die gespielt werden heissen: Andere Welt, Es Geht Uns Gut und Schweinemenschen. Die 3 Gewinner haben eine Email in ihrem Postfach.

Langsam ist es soweit. Das Weihnachtskonzert rückt in greifbare Nähe und es soll wieder etwas Besonderes werden. Aus diesem Grund und nach dem Erfolg des letzten Jahres haben wir uns einige Songs von unseren Uralt-Demos ausgeguckt, von denen Ihr drei auswählen könnt.

Alles was Ihr tun müsst ist: bis zum 15. Dezember auf das Banner oben klicken und an der kleinen Umfrage teilnehmen. Dort gilt es drei Songs auszuwählen, welche Ihr gerne am 23. Dezember hören wollt. Die drei Lieder, die die meisten Stimmen erhalten, spielen wir dann für euch!

Aber damit nicht genug. Unter allen Teilnehmern verlosen wir nochmal drei Freikarten für das Weihnachtskonzert. Viel Glück und bis zum 23. Dezember im Gewerkschaftshaus.

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 Weimar Volkshaus 25.11.06

Wie in letzter Zeit scheinbar üblich, etwas verspätete Impressionen aus Weimar:

Es herrscht große Freude darüber, wieder mal mit der Band auf einer ordentlichen Bühne zu stehen. ROCK wird groß geschrieben, da Pianist Johannes, unser Mann fürs Feine, heute als Chansonnier unterwegs ist und sich seinerseits von einem Klavier begleiten lässt. Die Kleinkunst greift mit ihren gierigen Fingern immer mehr in unser Leben ein. Wir sollten das im Auge behalten.

Als wir gegen 23.30 Uhr im Volkshaus aufkreuzen – da es sich um einen Bandwettbewerb handelt und wir als Gäste am Schluss spielen dürfen, gehört die Bühne etwa ab 01.00 Uhr uns – verläuft sich noch eine Handvoll Menschen in dem großen Saal. Wir lassen uns trotz später Spielzeit und wenig Publikum die Laune nicht vermiesen und spielen ein feines ROCK-Konzert, was sich vor allem daran zeigt, dass wir kräftig transpirieren und mitten in der Nacht nochmal richtig munter werden. Beweisfotos unter media.

Irgendwann werden wir mittels Pappschild um das Lied „Gold“ von gleichnamiger Demokassette gebeten. Das können wir leider nicht spielen. Aber huch, da waren ja doch Leute, die uns zugehört haben.

Danach geben wir unzählige Autogramme, sacken unsere Monstergage ein und feiern mit 77 Groupies im Nightliner bis in die frühen Morgenstunden.

Bis gleich

Andreas

PS.: Die Pappschildnummer hat uns an eine Idee erinnert: In den nächsten Tagen könnt Ihr hier Lieder von alten Anger77-Kassetten wählen, die wir dann zum Weihnachtskonzert spielen werden. Natürlich wird es dazu auch ein Gewinnspiel geben.

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 Römhild Schloss Glücksburg mit Manfred Maurenbrecher und Christian Trautmann 18.11.2006

Etwas verspätet, möchte ich doch noch was aus Römhild erzählen.

Zum Songfestival werde ich von Veranstalter Frank Oberhof zu Hause in Erfurt abgeholt. Das macht er mit allen Teilnehmern und fährt sie auch nachts wieder nach Hause bzw. lässt sie in seiner Leipziger Wohnung übernachten. Was für ein Service! Vielen Dank Frank und nicht nur dafür.

Im vollgestopften Kleinbus geht es durch die schöne Thüringer Heimat. Ich freue mich, den Berliner Manfred Maurenbrecher wiederzusehen, auch wenn er die besten Ausblicke verschläft. Auf Schloß Glücksburg werden wir stilvoll mit Kaffee und Kuchen empfangen. Der Vorraum zum Standesamt wird als Garderobe umfunktioniert und als Herr Maurenbrecher hinter dem Schreibtisch, an dem sonst Ehen geschlossen werden, Platz nimmt, um seine Texte zu sortieren, sieht er aus, als gehöre er hierher. Leider sind die Fotos etwas verwackelt. Naja.

Der Konzertsaal ist mit seinen handgeschnitzten Decken und Wänden und dem riesigen Kronleuchter der absolute Hammer. Weniger angenehm, dass wir eine komplette Anlage, Mischpult, Schlagzeug… hier hoch schleppen müssen. Dachte, als Liedermacher bliebe einem sowas erspart. Dafür klingt es dann fein, als ich das Festival vor vollem Haus eröffnen darf. Mit etwas Schiss in der Hose, weil ich heute ohne die Allzweckwaffe „Vielleicht“ auskommen muss, da ich sie erst ganz am Ende des Abends mit Christian Trautmann und Band einsetzen werde. Doch die Römhilder sind von der ersten Minute an voll da und bescheren mir den bisher besten Auftritt als Soloheinz. Ich schöpfe meine dynamischen Möglichkeiten voll aus und merke mal wieder, dass die leisen Momente oft die intensivsten sind. Danach wollen alle „die CD, wo Angst drauf ist.“
Jetzt rockt Manfred solo am Klavier routiniert das Haus. Wie er so eine Bühne allein füllen kann und mit Leichtigkeit alte Geschichten und heute Erlebtes verbindet hat Extraklasse. Ich sauge alles in mich auf. Besser als jede Musikschule.

Christian Trautmann und Band beschließen mit ihren schönen deutschen Popsongs das Festival. Zu den Zugaben darf erst Manfred ein Lied mit kompletter Bandbesetzung spielen, dann kredenzen wir „Vielleicht“ . So mit Schlagzeug und Bass im Rücken, kommen kurz bekannte Rockgefühle hoch. Ich bringe die Leute dazu aufzustehen, schnappe mir eine Gitarre und wir improvisieren „Walk on the wild side“ von Lou Reed. Da ist es dann vorbei mit der Liedermacherei und den leisen Momenten, zumal niemand die Refrainakkorde so genau weiss. Auch schön.
Am Schluss bekommen wir jeder eine gute Flasche Rotwein geschenkt und sind sehr glücklich.

Frank, bitte mehr davon.

Bis gleich

Andreas

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 Still

Mit „Still“ steht das letzte Stück von „Betrunken von der Liebe“ noch bis zum Weihnachtskonzert am 23. Dezember  zum download bereit. Damit beenden wir unseren Jahreszyklus.

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